2.4.2 Dessau

Fritz Hesse, damals Ober­bür­ger­meis­ter der Stadt Des­sau, sowohl vor als auch nach dem Natio­nal­so­zia­lis­mus, unter­stützte das Bau­haus erneut und setzte sich 1945 für eine Fort­set­zung des Bau­haus­ge­dan­kens ein. Hubert Hoff­mann, ehe­ma­li­ger Bau­häus­ler und Assis­tent von Han­nes Meyer, erhielt den Auf­trag für die Vor­be­rei­tun­gen. Die­ser zog zusätz­li­che Bau­haus­schü­ler hinzu und erstellte einen Lehr­plan im Sinne Mey­ers, der aus der Vor­lehre, Werk­stät­ten­aus­bil­dung und Pla­nungs­ab­tei­lung bestand. Gar­ten­bau, Grün­pla­nung und Land­schafts­bau soll­ten als zusätz­li­che Stu­di­en­fä­cher ent­ste­hen. Fritz Hesse wollte zwei Schlös­ser als vor­läu­fige Unter­kunft bereit­stel­len, da das dama­lige, nach Kriegs­schä­den not­dürf­tig in Stand gesetzte Gebäude selbst mit all­ge­mein­bil­den­den Schu­len besetzt war. Zwei Jahre spä­ter wurde aller­dings ein neuer Bür­ger­meis­ter gewählt, der für die Wie­der­be­le­bung des Bau­hau­ses keine Gründe sah. Es blieb somit bei der Pla­nung.1

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  1. Vgl. Karl-Heinz Hüter, Dem Bau­haus Bahn bre­chen, in: Höhne (Hrsg.) 2009, S. 84.